Phakinee

ภคินี ดอกไม้งาม

Experte Ahnungslos in Bangkok

Eindeutig mehr Ahnung von Thailand als der Leiter des Bangkoker Büros der „Friedrich-Naumann-Stiftung-für-die Freiheit“ haben derzeit die Karikaturisten. (Zeichnung: © Shucking Korn)

„Nein, das ist kein Putsch!“

Bangkok. Obwohl es nicht erst seit gestern auch in deutscher Sprache höchst informative Quellen zur thailändischen Politik gibt (zum Beispiel die hier vorgestellten: Bessere Thailand Information), frage ich mich, um wieviel oberflächlicher die Berichte auch namhafter deutscher Medien über Thailand eigentlich noch werden können? Wer war zum Beispiel der Herr, der heute Mittag im Deutschlandfunk (20. Mai 2014, 12.15 Uhr bis 12.20 Uhr) sein Nichtwissen zum Kriegsrecht in Bangkok verbreitete?

Vor ihm durfte bzw. mußte man sich erst noch über den Korrespondenten der Rundfunkanstalt ergötzen, der seine eigenen Recherchen zum Besten gab. Ganz aktuell wußte der zum Beispiel brühwarm von „aufgepflanzten Maschinengewehren“ der Militärs in Bangkok zu berichten. Wie aufregend! Ob die von Singapur aus beobachteten Maschinengewehre etwa auf die Verkehrs-Pömpel der aus dem Süden Thailands in die Hauptstadt gekarrten PDRC-Schlägertruppen „aufgepflanzt“ waren?

Aber zurück zum befragten Experten, vorgestellt als Leiter des Bangkoker Büros der, wie es immer so schön um den heißen Brei herum gesagt wird, „FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“.

Der untadelige ehemalige FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt ist seit 2006 das öffentliche Gesicht der „Friedrich-Naumann-Stiftung-für-die-Freiheit“. Wahrscheinlich kann der Vorsitzende nichts für die Ahnungslosigkeit im Bangkoker Büro. (Bild: Wikipedia)

Nein, nein, der war es nicht!

Was hatte er zu bieten? Fünf Minuten nichtssagendes Geschwätz zum Beispiel über Verkehrsstaus (an die man aber – was für ein Glück! – in Bangkok ja gewohnt sei) und über sein – der eigenen Aussage nach zu schließen – aus den sozialen Medien bezogenes Thailand-Wissen. Ausweichen bei jeder konkreten Frage. Am Moderator Jasper Barenberg lag es nicht, der versuchte während des gesamten Interviews ebenso tapfer wie nahezu vergeblich, dem „Experten“ irgendwelche Fakten oder wenigstens eine klare Meinung über das heute früh verhängte Kriegsrecht oder überhaupt über die Situation in Thailand zu entlocken. Am stets ausweichenden Gesprächspartner biß er sich die Zähne aus. Im Vergleich zu diesem war Edmund Stoiber in seiner Hoch-Zeit als Kanzlerkandidat Rhetorik-Weltmeister.

Das geballte Bangkoker Kriegsrecht-Wissen des guten Mannes kam übrigens daher, daß ihm doch tatsächlich Kollegen frühmorgens erzählt hatten, daß an den wichtigen Kreuzungen in Richtung Bang Na ein paar Militärs mit Lastwagen herumstünden. Diese einzige handfeste Information wärend des gesamten Interviews, an die ich mich erinnere, gab er den geneigten Gebührenzahlern des Deutschlandfunks aus zweiter Hand weiter. Der politische Beobachter sieht auf seinem täglichen Weg ins Büro nämlich keine einzige Bangkoker Kreuzung, wie er einräumte.

So ein Pech. Aber das macht ja nichts, wahre Experten informieren sich heute auf Facebook und Twitter, was draußen vor ihrer Türe so alles abgeht, oder etwa nicht? Und kommen damit völlig zurecht in unsere überfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien, nicht wahr?

Ansonsten: Nein, nein, Angst habe er keine hier in Bangkok, …. noch nicht …. aaaber die Unsicherheit … wer weiß, wie es hier noch weitergeht…

Ja, ja, wer weiß das schon!

Und wenn die Militärs in Bangkok, wie heute, öffentlich „tiefsinnig“ … „doppelsinnig“ … „nicht unbedingt informativ“ …auf Fragen antworten, … sind „viele Interpretationen möglich“.

Richtig. Ganz anders als bestimmte Expertenaussagen aus den Thailand-Büros deutscher politischer Stiftungen. Da gibt es von vornherein überhaupt nichts zum Interpretieren, sondern nur noch den heißen Brei.

Sinngemäße Frage: „Handelt es sich denn nicht um einen Putsch?“ – Äh, hm, tja, schwierig zu deuten. …

Undsoweiter undsofort.

Eindeutig mehr Ahnung von Thailand als der Leiter des Bangkoker Büros der „Friedrich-Naumann-Stiftung-für-die Freiheit“ haben derzeit die Karikaturisten. (Zeichnung: © Shucking Korn)

Was geht in Bangkok ab?

Kein Wort dazu, wie das Militär eigentlich dazu kommt, das Kriegsrecht durchzusetzen, ohne daß es sich jedoch um einen Putsch handeln soll. Kein Wort über die vorgeschoben-monarchistischen Antidemokraten und ihren nützlichen Idioten aus dem strohdummen Teil des Bangkoker Bürgertums, die ausschließlich um ihre Töpfe der Macht besorgt sind und eine Art buddhistischen Feudalstaat nach Taliban-Muster in Thailand einrichten wollen, in dem der Mehrheit der Bürger das Wahlrecht beschnitten wird. Und nicht einmal eine Andeutung dazu, daß die finsteren Militäroberen Thailands schon immer die korrupteste Institution dieses Landes waren und sind, und hinter sämlichen undemokratischen Regierungswechseln der letzten Jahre standen. Von gelegentlichen kleinen Massakern an der Bevölkerung mal ganz abgesehen.

Kein Wort hörte man davon, daß Militärs, Gerichte, Beamte (darunter auch derjenige, den die deshalb wegen angeblicher Korruption ihres Amtes enthobene Premierministerin Yinglak Chinnawat auf einen anderen Posten versetzt hatte), undemokratisch ernannte Senatoren, sowie die Chefs halbstaatlicher Institutionen offen gegen die gewählte Regierung arbeiten und ihre Arbeit verweigern.

Kein Wort schließlich auch davon, wie offen sich seit Monaten in Bangkok Schlägerbanden, Mörder und jede Menge per Haftbefehl gesuchte sonstige Banditen zum Teil nach öffentlicher Ankündigung von weiteren Straftaten frei bewegen dürfen, vorausgesetzt sie stehen auf der „richtigen“ politischen Seite. Und natürlich auch kein Wort davon, daß in Thailand im Grunde eigentlich die demokratisch gewählte Regierung die Opposition in einer Militärdiktatur ist.

Im Gegenteil, dieser komplett ahnungslose „Experte“ lobte das Militär sogar noch dafür, daß es in Thailand seit 1991 nur einen Putsch (2006) und keinen einzigen Putschversuch gegeben hätte. Von der hohen Kunst des hiesigen Politik-Spiels wie etwa dem „Putsch durch vorsätzliches Nichtstun“ wie bei und nach der Besetzung des Flughafens Suwannaphum 2008 durch die Demokratiegegner aus dem Umfeld der sogenannten „Demokratischen Partei“ oder „Putsch durch die Juristen“ wie bei der Absetzung der Premierministerin Yinglak Chinnawat, hat dieser leitende Einfaltspinsel einer prestigeheischenden politischen Stiftung in Bangkok offenbar noch nie gehört.

Erstaunlich ist vor allem, daß verantwortliche Redakteure des Deutschlandfunks das Geschwätz eines derart ahnungslosen Vertreters der hauptsächlich aus Steuermitteln finanzieren Friedrich-Naumann-Stiftung offenbar als so wichtig ansehen, daß sie es ihren Hörern nicht besser zugunsten eines in aller Ruhe recherchierten eigenen Beitrags mit echten Informationen und fundierter Meinung vorenthalten hätten.

33 Antworten zu Experte Ahnungslos in Bangkok

  1. walter roth says:

    Kriegsrecht, ja das ist etwas was viele Menschen nicht fassen können. Kriegsrecht ist, wenn es ausgerufen wird, immer das Recht welches jedes andere Bricht. Es ist also allem anderen übergeordnet und macht Prayuth faktisch zum Alleinherrscher. Er ist nun der Regierung übergeordnet, kann sie ernennen, absetzen, zwingen und ihre Häuser durchsuchen, Beschlagnahmen, Konten einfrieren und auch Haushaltsaugaben blockieren……

    Prayuth hat mit seiner Armee ja dafür gesorgt das diese Regierung erst handlungsunfähig wurde und nun will er als Feuerwehr dem Land helfen aus eben jener misslichen Lage in die er es erst gebracht hat. Ohne das ja der Armee wird in Thailand nichts entschieden. Ohne das wurde von der Wahlkommission nicht die Wahl von 20.Februar für ungültig erklärt, und auch nicht Yingluck wegen einer Umbesetzung des Sicherheitschefs aus dem Amt gedrängt.

    Die Armee stand 7 Monate lang daneben und hat zugeschaut wie Koppot Suthep in Bangkok hauste und jedes Recht einfach ignorierte. Ja sie haben es toleriert das der Mönch Issara seinen Guards befahl 2 Leute zu foltern und die gefesselt in den Chao Praya zu werfen. Einer wurde zufällig von einen vorbeifahrenden Flussschiff gerettet, weshalb die Umstände nun bekannt geworden sind. Es wurden aber noch weit mehr Menschen getötet und man darf annehmen das sie gezielten Provokationen der Sicherheitsleute Sutheps selber zum Opfer fielen. Auf Fotos von Überwachungskameras sind Handgranatenwerfer mit einer sehr grossen Ähnlichkeit mit Sutheps Guards zu erkennen.

    Nun behauptet die Armee also sie müsse die Unruhen beenden……..

    Die Frage was für ein Putsch das ist werden wir wohl erst in ein paar Tagen beantworten können, dann nämlich wenn wir wissen ob es Wahlen gibt oder nicht. vermutlich wird versucht diese zu verschieben, denn wer sie gewinnen wird dürfte jedem klar sein. Es ist die Phuea-Thai von Thaksin.

    In den Medien hört man über weite Strecken das es bislang nur ein halber Putsch sei, und man erst abwarten müsse……
    Ich denke, viele zelebrieren gerade ihr „Stockholmsyndrom“. Sie wollen noch etwas positives in der augenblicklichen Sache sehen.

    Das ist alles ganz falsch. Das könnte man wenn Prayuth die Regierung in die Sache eingebunden hätte, aber in der Tat hat er sie missachtet und Ignoriert.
    Wenn ein General das Kriegsrecht ohne Regierung ausruft und sich so faktisch zum Herrn über alles und jedes aufschwingt, dann ist das ein vollendeter Putsch. Es gibt nur eines zu tun, man muss Widerstand leisten und die Demokratie verteidigen.
    Ich wartete seit 2010 auf genau den Tag, nun ist er gekommen. Ich wusste das die Militärs es noch einmal versuchen werden.

    Ich predige auch seit Rajaprassong 2010, das die hohe Kampfmoral der Red-Shirts bei Rajaprasong die Armee sehr stark verunsichert hat. Das Resultat sehen wir heute, denn sie haben die Regierung Quasi im Amt belassen und wollen wohl erst sehen wie das Land reagiert. Dann, sollte es einigermassen ruhig bleiben, wird wohl der Entscheid fallen ob die frei gewählte Regierung der PT ihrer Ämter enthoben wird und ob sie Wahlen zulassen werden. Je nach Reaktion der „Strasse“ wird die eine oder andere Lösung kommen. Ohne Widerstand wir es wohl keine Wahlen geben, zumindest in den nächsten 1-2 Jahren nicht.

    Also : Diktatur über 1-2 Jahre oder Wahlen aber nur mit Vorbedingungen und womöglich einer nochmals geänderten Verfassung mit der man die Mehrheitsregierung zu schwächen versucht wenn man sie schon nicht verhindern kann.

    Diese Vorbedingungen sind aber in jedem Fall die Folge eines Staatsverbrechens und immer illegitim. Es scheint so als ob laut Verfassung nur der König das Kriegsrecht verhängen und auch wieder aufheben kann. Aber wie immer schweigt der dazu, was faktisch einer klaren Billigung gleichkommt.

    Die Situation klar zu Gunsten der Demokratie zu wenden ist nur möglich wenn man die Armee zwingt. Generäle denken ihr Leben lang militärisch, und das bedeutet das sie nur Zwang als Sprache verstehen.
    Jeder Kompromiss mit diesen Verbrechern wird das Elend in Thailand um Jahre verlängern.

  2. Walter Tanner says:

    Ein weiteres Beispiel: Auf der „Deutschen Welle“ wurde Armee-Chef als „Armee-Sprecher vorgestellt!
    Aber wenn man die Qualität dieses Senders kennt, verwundert einem nichts mehr!! Und auch hier werden Steuergelder für die täglicher Verblödung der Zuschauer verpulvert!!

  3. Manfred Wallisch says:

    Ich glaube Sie sind der ahnungslose „Experte“ und nicht die anderen. Was Sie Schreiben ist die Unwahrheit.

  4. metz says:

    bedauerlich, die Entwicklung in Deutschland, die sich nicht zum besseren gewandelt hat in ihrer juengerin Geschichte. Umso efreulicher, dass es Buerger in der BRD gibt, die den Mund aufmachen, aber vielleicht immer noch nicht deutlich genung. Ihnen als Kommentator meinen Dank fuer Ihren Kommentar.

  5. wertho says:

    Deswegen heißen sie im Volksmund ja auch ‚öffentlich-göbbel’sche Sender’!

  6. Nevoigt says:

    Ich glaube und das ist das wirklich bedrohliche, diese Herren von der Naumann – Siftung haben den politischen Verstand eines Mittelschuelers und solche Leute duerfen unser Land im Ausland vertreten und ihre Meinung verbreiten. Mich erfuellt Scham und das mit Steuergeldern welch ein Skandal

  7. christian boblenz says:

    Vorhin habe ich Bilder von der UDD Demonstration auf der AKA Prachtstrasse gesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Strasse inzwischen mit Stacheldraht eingezaeunt worden ist. Das mag ja mit Abwehr von Feinden oder Rabauken begruendet werden. Aber ich kann mich noch aus meiner Kindheit an Kriegsgefangenenlager und ehemalige KZ erinnern, ebenso an den Bau der BERLINER MAUER, wo zuerst um die Menge ein sog. Stacheldraht Schleier gelegt wurde. Die gesamte AKA Strasse macht mir jetzt den Eindruck eines „idealen“ Gefangenenlagers. Es liegt naemlich nahe, Lebensmittel- und Trinkwasserzufuhr zu unterbrechen, denZaun zu verstaerken und die anwesenden
    schubweise zu verhaften und abzufuehren. Sollten Sie nicht dafuer sorgen, dass ihre notwendige Bewegungsfreiheit aurechterhalten bleibt?

  8. Stephan Löffert says:

    @ Manfred Wallisch
    Super Kommentar (typisch thailändisch?)
    Jetzt weiß ich genau, wo der Kommentator die Unwahrheit schreibt! Sofern Sie es besser Wissen, wäre es sehr hilfreich, eine Aussage zu zitieren, darzulegen was und warum daran Ihrer Meinung nach falsch ist und dann eine Ihrer Meinung nach richtige Aussage zu treffen. Wenn Sie schreiben, dass der Kommentator die Unwahrheit schreibt, dann sind Sie ja sicher im Besitz der Wahrheit – lassen Sie uns daran teilhaben.

  9. Bernhard Bühler says:

    Dieser Beitrag bringt es auf den Punkt !
    Korruption und nochmal Korruption und die Armee /Polizei schauen schon das die richtigen Helgen in der Regierung sind . Schade fürs Gewerbe ,den Sie müssen doch die Zeche bezahlen .

  10. Walter Roth says:

    Ich habe mir nun über Nacht einige Gedanken gemacht.
    Es wird gemunkelt das Prayuth den ehemaligen Verteidigungsminister, General Prawit Wongsuwan ins Amt des Premiers ernennen will. Zur Erinnerung. Wongsuwan war am Putsch 2006 beteiligt, er ist ein Democrat-Party Mann und sicher auch ein Wunschkandidat Sutheps.
    Alleine schon das „Gerücht“ zeigt auf wohin es vermutlich gehen wird.

    Ich denke es werden gewisse Dinge kommen müssen.

    Prayuth behauptet er habe nicht geputscht …..weil er Regierung und Verfassung ja nicht abgesetzt habe. Aber wo ist die Regierung….????
    Bislang so gut wie abgetaucht, und selbst wenn sie wollte, ))))) sie hat ohne TV-Sender keine Stimme mehr.((((((
    In der Tat aber denke ich, sie sitzt „quasi“ unter Hausarrest. Was aber wird weiter passieren…..????? Ich glaube Prayuth wird erst abwarten ob er die Lage unter Kontrolle halten kann, denn in seinem Hinterkopf geistern noch die Geschehnisse von Rajaprassong umher. ER hat einen Art von Respekt vor den Red-Shirts auch wenn er das nie zugeben würde. Also wird Peu à Peu vorgegangen. Vermutlich wird die Regierung abgesetzt, sollte der Widerstand, …..woher auch immer….. zu gross sein, wird er versuchen unter Kriegsrecht einen PM zu ernennen, denn dazu ist er nun Quasi berechtigt. Dieser Neue Premierminister wird ganz sicher ein Sympathisant der PDRC um Suthep sein. Wongsuwan wäre dabei nur der für die Demokratie schlechtteste Kandidat. Denn Suthep ist ja auch genau wie Wongsuwan aus den Kreisen die solche Diktatur-Minister üblicherweise zu stellen pflegen.

    Wahlen wird es meiner Meinung nach unter vielerlei Begründungen keine geben, 2014 jedenfalls nicht mehr. Denn dieWahlen sind nicht zu gewinnen und wären nach Prayuths denken also Nutzlos. Was aber wird der ernannte PM tun…???

    Die Verfassung wird wohl geändert, aber nicht abgeschafft ….den sie ist ja schon eine Militärverfassung, die von 2007. Man wird also nur Zusätze einfügen die das Übel noch vergrössern und die dem Volk nicht so auffallen, deren Tragweite sie vielleicht auch nicht sofort verstehen werden. Die nächste Regierung wird in der Folge noch Machtloser sein wie die jetzige. Das werden die Bestrebungen eines Prayuth sein.

    Normalerweise würde Prayuth sicher am liebsten einen Prayuth im Amt des PM haben, nur hat das dann spätere Haftungsfolgen und der ICC würde das mit Argusaugen beobachten. Er wird also vermutlich einen Strohmann dafür abstellen den er Kontrollieren kann. Die Pension Prayuths, die denke ich, wird im September nicht stattfinden, und wenn, dann wird er die Regierung übernehmen. Man sagte ihm ja oft nach, er wolle in Ruhe in Pension gehen und nicht noch kurz vorher einen Putsch durchführen. Ich für mich hielt das schon seit 4 Jahren für Unsinniges Geschwätz. Alte Männer drängt es oft zu Taten nicht dazu nicht mehr gebraucht, ja vergessen zu werden. Das gilt ganz besonders für einen General und Rothemdenhasser wie Prayuth.

    Sollte nun kein echter Widerstand aufkommen, so wird also in den nächsten Tagen der „halbe“ zum ganzen Putsch gemacht und eine neue Regierung ernannt was das absetzen der alten natürlich beinhaltet. Viele Thais haben noch nicht begriffen das da keine Ordnung geschaffen wird, sondern das nun der Bock der eh schon der Gärtner war …..nun auch noch zum Besitzer der Gartens geworden ist.

    Prayuth war immer ein Feind der Demokratie und der Red-Shirts, was immer er auch tun wird, es wird die Demokratie schädigen.

  11. Toni says:

    Ich bin mit einer Thai verheiratet und kenne Thailand ein wenig.Das Grundproblem in Thailand ist die Korruption vom Straßenkehrer bis zum Präsidenten.Die Leute werden fürs Demonstrieren genauso bezahlt wie auch fürs Wählen.Ob von Taksim und von seinen Roten oder von den Gelben da ist kein großer Unterschied.Korruption gehört in Thailand zur Tradition und somit wird so schnell auch nichts ändern.Der Unterschied ist nur wer gerade die Bevölkerung bestiehlt.Leider!!

  12. Walter Roth says:

    Etwas was ich in dem Zusammenhang auch schon seit Jahren andachte……

    Das ist das was Thaksin 2006 leider unterliess.

    Es ist …..eine Exilregierung auszurufen.

    Diese Regierung hatte doch immerhin 3 Jahre Zeit um eben das Szenario durchzuspielen und vorzubereiten. Das sollte nun kommen und man könnte so auch jede Zusammenarbeit mit den Verbrechern um Suthep und Prayuth verweigern. So eine Exilregierung hätte gute Chancen auf Anerkennung und sie würde den handlungspileraum der sich nun abzeichnenden Diktatur erheblich einschränken. keiner der Junta-Führer könnte noch ins Ausland reisen, die Junta könnte keine Geschäfte mehr mit dem Ausland tätigen, ja es wäre sogar möglich Thailands Regierung vom Bankenclearing abzuschneiden, was den Geldverkehr zum erliegen brächte. Ich könnte mir vorstellen das das diese Putschisten schneller zermürben würde wie ein bewaffneter Bürgerkrieg.

    Dazu hätte die Regierung Geld und Konten im Ausland anlegen, die Rechtsgrundlagen klären und vorbereiten, und einen Generalstabsplan anfertigen müssen.

    Es lohnt sich jedenfalls das einmal Gedanklich durchzuspielen.

  13. Walter Roth says:

    Toni………………

    Doch da ist einh gewaltiger Unterschied.

    Es gibt Regierungen die für das Volk regieren und das Volk teilhaben lassen. das dabei die Beamtenschaft und die Armee sich nicht ändern ist klar, aber es gab eben Regierungen die das Problem angingen und besser waren wie andere.
    Und das bessere ist der Feind des Mittelmässigen.

    gerade darum musste Thaksin gehen, weil unter ihm erstmals in Thailand eine gewisse Verantwortlichkeit Einzug hielt. Thaksin wollte Thailand wie eine Firma führen in der es Verantwortung für das handeln der Protagonisten gibt. Perfekt war da nichts, aber es war besser wie vorher. Und jede Veränderung beginnt nun mal mit einem Fortschritt.

    Wenn man nun sagt, alles sei „Hans was Heiri“ gewesen, so verändert sich eben nie etwas zum bessren.

    Was Prayut nun gerade macht ist der Rückschritt zum alten schlechten. Und es wird das Thor zu ungehemmter Korruption wieder weit aufstossen. Suthep hat ca. 100 Millionen Baht mehr Verbindlichkeiten wie Aktiven. Was ist also dessen Ziel an der ganzen Sache……..

    Suthep gilt als eine der 3 Korruptesten Personen Thailands.

    Ach ja, er kämpft gegen die Korruption der Yingluck Shinawatra Regierung……………(((((((((((-:

  14. Die Naumann Stiftung über Thailand zu befragen ist so, als wenn Sie einen Kinderschaender befragen ueber die Sicherheit von Schulmaedchen

    Ich hatte bei der FDP Zentrale angefragt, was die Naumann Stiftung hier macht. ‚Die sind unabhaengig und haben mit uns nichts zu tun‘.

    Dann habe ich den Auditor gefragt, wofuer die Gelder der Naumann Stiftung in Thailand verwandt wurden: Kann ich nicht sagen, ist vertraulich. Man hat mir nur den offiziellen Bilanz Pruefungs Bericht geschickt aber nicht wer was erhalten hat und wofuer was ausgegeben wurde. Also keine Details.

    Solche Leute/Organisationen betrachte ich als ne Schande fuer uns Deutsche in Thailand. Vor allem, wenn sie unter ner falschen Flagge segeln und aus deutschen Steuergeldern finanziert werden. Genauso, wie einige Deutsche, die in Pattaya oder Huahin oder anderswo ueberwintern, die nicht unbedingt ne reine Weste haben oder sich anderweitig nicht so benehmen, wie es in einem Gastland erwuenscht waere.

  15. Andreas Rothe says:

    Ich wünschte mir denkende Menschen in politischen Stiftungen. Das wird wohl ein ewiger Wunsch bleiben.
    Danke an Walter Roth für die klaren Worte. Gut verständlich für Jedermann aufbereitet.

  16. Landi says:

    Sehr geehrter Herr Henschel,
    ich habe selten soviel dummes gelesen wie in Ihrem Bericht.
    Wenigstens muss man Sie nicht fragen, welcher „Farbe“ Sie angehören. Der angesprochene frühere Premier, (Thaksin) wurde von mehreren Gerichten in Thailand wegen Korruption und Amtsmissbrauch verurteilt. (Das erste Urteil erging, als „seine Partei“ an der Regierung war!)
    Seit er, ein verurteilter Krimineller, auf der Flucht ist, hat er es immer wieder verstanden, mit seinen Millionen und Abermillionen, Freunde und Familienangehörige in die höchsten Posten zu hieven, zu letzt seinen früheren Schwager, nachdem seine Schwester vom Verfassungsgericht des Amtes enthoben worden ist. Warum, weil sie den damaligen Nationalen Sicherheitsberater auf einen inaktiven Posten abgeschoben hat, um Platz für einen Vertrauten ihres Bruders zu machen.
    Wie kann es sein, in einer funktionierenden Demokratie, dass ein flüchtiger Krimineller das Land per Skype regiert, an Kabinettssitzungen (per Skype) teilnimmt und entscheidet?
    Das haben Sie alles unterschlagen, nur die bösen „Gelben“. Ich bin Ausländer, lebe seit 10 Jahren in Bangkok, bin politisch wirklich neutral, weder auf der einen noch auf der anderen Seite zu Hause. Bleiben Sie bei den Fakten, versuchen Sie nicht, irgendwelche Stimmungen zu erzeugen. Wenn Sie die Situation nicht verstehen (ist ja auch kein Verbrechen!) dann halten Sie sich mit Ihren Kommentaren bitte zurück.
    Das hilft den Thais, das hilft Thailand.
    Beste Grüsse.

    • ben says:

      @Landi scheint mir der einzige, vernünftige Beitrag auf dieser Seite..! a wird ja verdreht und manipuliert bis zum geht nicht mehr…- dass Thaksin alles andere als demokratisch ist und Thailand perfekt von Dubai aus manipuliert ist doch wohl klar hat auch mit Hun Sen von Cambodia klar gegen Thailand gekämpft, nur um seine Macht zu erhalten – und dem macht nun Prayuth ein Ende – wenn Buddha es will – inshallah…

  17. emkaycies says:

    Dass Thaksin wegen Korruption verurteilt wurde ist falsch. Er wurde lediglich auf Verdacht von Amtsmissbrauch -ohne Beweise- verurteilt. Bei der Klage gegen Yinluck ist 1. Die Beweislage verdammt dünn und 2. wurden ihr div. Entlastungszeugen verwehrt. Erst mal schlau machen bevor man Unwahrheiten verbreitet.
    Tja, Personen wie dir tut dann die Wahrheit weh.
    Selber schuld

    Kleine inhaltliche Änderung: Nicht zutreffender Personenbezug entfernt.
    MfG Redaktion Phakinee.com

  18. Rainer Adam says:

    Vielen Dank fuer die interessanten Reaktionen auf obiges Interview mit dem Deutschlandfunk.
    Ich lade Sie alle sehr herzlich ein, uns in Bangkok einen Besuch abzustatten, so dass ich Sie ueber unsere Arbeit in Thailand aus erster Hand informieren kann.
    Auf unserer webseite http://www.fnfthailand.org koennen Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen. Meine thailaendischen Kollegen koennen Sie dann ebenfalls kennenlernen und mit ihnen diskutieren.
    Ebenso wie es einen Unterschied gibt zwischen dem Besitzer eines Autos und dem Eigentuemer, so gibt es einen Unterschied zwischen Kriegsrecht und einem Militaercoup.
    Uebrigens sind die thailaendischen und nicht-tahilaendischen Journalisten/Medien, denen ich auf twitter und facebook folge sehr wohl in der Lage wichtige Facetten zu einer komplexen Wirklichkeit beizutragen.
    Leider kann ich nicht alle geaeusserten Vorurteile bedienen. Ich spiele nicht Golf, sondern Basketball, eine Teamsport. Schauen Sie bei uns rein, Sie werden es nicht bereuen.
    Ihr
    Rainer Adam

  19. Phakinee says:

    Sehr geehrter Herr Adam,

    danke für Ihre Stellungnahme. Das mit dem Golfspielen war sicher nicht so ganz ernst gemeint…

    Die Einladung nehmen wir bei nächster Gelegenheit an.

    Redaktion phakinee.com

  20. henry says:

    ich finde, rainer adam hat die derzeitige situation völlig richtig beschrieben.er hat bewusst nicht dramatisiert, um dem tourismus nicht zu schaden, ganz im sinne der thais.
    er hat auch völlig richtig das militär nicht offen kritisiert, denn das hätte genau die gegenteilige wirkung gehabt, wie sie, hmh und ihre pakinee eigentlich am besten wissen müsstet.
    der königstreue militärchef hat immer gesagt, sobald demonstranten zu schaden kommen, wird er einschreiten. taksin hat das bisher sehr geschickt vermieden.
    in so einer situation ist es am besten, diplomatisch zu bleiben, und es weiss ja sowieso niemand, wie es weitergeht. jedenfalls ist sonnenklar, dass taksin bisher der einzige premier war, der auf seite der armen steht, und er wird sich spätestens in einigen jahren auch endgültig durchsetzten.
    pattayahenry

  21. henry says:

    der königstreue militär-chef muss natürlich das machen, was ihm sein chef sagt, aber ich kann mir vorstellen, er macht das nur mit halbem herzen, vielleicht symphatisiert er sogar mit taksin.
    (sonst wäre er schon viel früher aktiv geworden) die jetzige situation begünstigt die wiederwahl-chancen von yingluck. ein grossteil der bevölkerung ist auf ihrer seite.
    jetzt heisst es nur noch abwarten und tee trinken….
    pattayahenry

  22. walter roth says:

    @Landi: Den Slang kenne ich doch. Bist du etwa dem Forum eines gewissen „Richard Müllsak“ entsprungen?

    Dir etwas zu erklären bringt wohl nichts, aber für die anderen will ich die Geschichte hier gerne einmal abhandeln.

    Zitat Landi:
    „Der angesprochene frühere Premier, (Thaksin) wurde von mehreren Gerichten in Thailand wegen Korruption und Amtsmissbrauch verurteilt. (Das erste Urteil erging, als “seine Partei” an der Regierung war!)“

    Also, das war nicht wegen Korruption sondern wegen „Begünstigung“ im Amt. Juristisch ein wesentlicher Unterschied. Es ging dabei um den Grundstückskauf seiner Frau Potchaman in der Ratchadaphisek.

    Thaksins Frau wollte jenes Land und gab das höchste Gebot ab. Niemand hat sich bis heute je beschwert das er bei jener öffentlichen Versteigerung irgendwie unter Druck gesetzt wurde oder etwas in der Art. Es gab keinen Schaden und der Verkäufer konnte mit dem Preis durchaus zufrieden sein.

    Nach dem Putsch von 2006 suchte man nach allerhand Möglichkeiten, um Thaksin aus der Politik zu vertreiben und seinen Ruf zu beschädigen, denn der erwies sich im Exil als ebenso cleverer Stehaufmann wie er als Politiker tüchtig war.

    Dazu setzte die Junta 2007 eigens ein Gericht für Thaksin ein, welches sich beim Suchen nach etwas verwertbarem dann auch den Ratchadaphisek Landkauf besah.

    Nun ja, gefunden hat man eigentlich nichts wirklich verwertbares und so dauerte es sogar bei dem stark voreingenommenen Gericht der Putschisten von 2006 einige Jahre und viele Umwege, bis man Thaksin dann doch noch verurteilen konnte. Das Urteil lautete auf „Begünstigung im Amt“. Für Juristen ist das keine Verurteilung wegen Korruption, denn diese bedingte noch weitere Umstände und auch einen Schaden für einen der Beteiligten.

    Das aber war beim diesem Landkauf nicht der Fall. Da aber die Frau Thaksins zum Erwerb nach Thailändischem Gesetz die Unterschrift des Mannes benötigte, kam mit Thaksins Unterschrift eben diese Begünstigung im Amt in Reichweite, denn der Landverkäufer war eine Firma die theoretisch den Weisungen des Premierministers hätte unterliegen können, da sie teils in staatlicher Hand war.

    Das Gericht erklärte allerdings nie wie Thaksin, rein praktisch gesehen, bei einer öffentlichen Versteigerung so eine Weisungsbefungniss hätte ausüben können. Denn es konnten ja Hinz und Kunz dabei teilnehmen und oft ist bei so einer Auktion vorher nicht klar wer mitbietet.

    Das Gericht konstruierte also eine rein theoretische Indizienkette um eine Verurteilung zu erzielen, was dann auch international prompt erkannt und auch verurteilt wurde.

    Wäre Thaksin ins Gefängnis gegangen, wie man ihm ja von Seiten der „Gelben Expats“ immer gerne so süffisant nahelegt, wer weiss ob er diesen Gefängnissaufenthalt überlebt hätte. Und warum sollte er den auch antreten, wo andere mit über die Jahre angesammelten 80 Jahren an Haftstraffen noch nie einen Tag dort verbracht haben, wie etwa Sonthi Limthongkun.

    Die ominöse erste Verurteilung von der im Zitat oben die Rede ist… Die gab es nie, denn sie wurde damals von Kronrat Prem verhindert.

    Es ging dabei um einige „ungenau“ deklarierte Vermögenswerte von Thaksin. Diese musste er ja im Zuge seiner Wahl offenlegen, was er natürlich nur ungern machte, zudem, wer macht das in Thailand korrekt, selbst wenn er es könnte.

    Aber es gab keine Verurteilung, der Rechtsweg wurde ausgehebelt vom Chef des Priyi Council Prem Tinsulanon. Leider etwas in Thailand absolut gängiges, was mich zur Frage verleitet, warum Thaksin eigentlich so viel Tugendhafter hätte sein sollen wie alle anderen?

    Es gab also kein Urteil und keinen Instanzenweg und wir werden womöglich nie erfahren, ob er bei der Vermögens-Deklaration wirklich und wenn … vorsätzlich etwas vertuschte oder eben nicht. Thaksin hatte ein vertuschen jedenfalls kaum nötig, hatte er doch seine 4 Milliarden Dollar vor dem Amtsantritt verdient. Nun ja, der Gerichtsentscheid beinhaltet denn auch das man ihm von seinen 4 Milliarden ca. 3,5 beschlagnahmte. Man hoffte so wohl ihn zähmen zu können, doch das war ein Trugschluss. Thaksin kaufte mit seinem Restvermögen den Fussballklub Manchester United den er wenig später mit einem grossen Gewinn wieder veräusserte. Niemand hätte damals daran geglaubt das so ein Gewinn möglich wäre, Thaksin schaffte es.

    Thaksin erhielt einige Jahre später einen guten Teil seines Geldes rückerstattet, es waren so wie ich gerade noch im Kopf habe, ca. 1.5 – 2 Milliarden Dollar.

    Tja, mehr fand sich in all den Jahren nicht. Etwas mager für das ewige Märchen vom unermesslich korrupten Thaksin und seines raffgierigen Familienclans.

  23. Joachim says:

    Endlich…… endlich kommen hier mal ein paar Leute mit fundiertem Wissen und korrekter Darstellung der Wahrheit zu Wort. Kommentator ‚Landi‘ schliesse ich hier ausdrücklich aus!!

    Was die angeführte Webseite der Friedrich-Naumenn-Stiftung betrifft, wollte ich mich dort über deren Arbeit informieren. Leider habe ich weder einen Link zu englisch, noch zu deutsch gefunden. Unglücklicherweise beherrsche ich die thailändische Sprache nicht. Wahrscheinlich will man bei dem Verein nicht klar Stellung zu den gegenwärtigen Ereignissen beziehen, weil man fürchtet, seinen steuerfinanzierten Auslandsaufenthalt durch eine Ausweisung zu verlieren?

    Wenn die Stiftung es mit ihrem Webseitentitel: „Für die Freiheit“ ernst meint, sollte sie ihren Standpunkt des Nichtwissens, herunterspielens der Fakten und des Verbreitens von Belanglosigkeiten im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ereignissen in Thailand noch einmel überdenken. Ein Militärputsch ist nun mal mehr wie eine Verkehrsmeldung!

  24. henry says:

    Betreff „landi“: Eigentlich ist es schade um die Zeit, auf einen so strohdummen Kommentar zu antworten, aber
    wenn ein Ausländer schon 10 Jahre in Bangkok lebt, und derartige Unwissenheit verbreitet, das ist für alle Ausländer in Thailand eine Schande, der hat offensichtlich nicht die geringste Ahnung von Thailand, wenn er Taksin als Kriminellen bezeichnet. Offenbar ist seine Freundin ein Gelbhemd.

    Was man Taksin vorwirft, seine Frau hat ein Grundstück in Bangkok günstig gekauft, das ist eine gängige Praxis für alle Politiker in den letzten 200 Jahren. das war ausschliesslich ein politisches Urteil.

    Taksin hat mehr getan für den armen Bevölkerungsteil als alle Politiker in 200 Jahren zuvor.(zusammengenommen)

  25. emkaycies says:

    @Rainer Adam, schön für Sie, dass Sie auf Kosten Deutscher Steuerzahler hier Basketball spielen – wobei die FDP nicht mal mehr 5% erreicht.

    Aber mir geht es um etwas anderes. Ihr Link ist ja eine absolute Zumutung. Was soll das, lesen und sprechen Sie Thai? Ich bezweifel das sehr. Weiter unten die Links zu Facebook eine noch größere Zumutung. Die FB-Seite FNS ist abgestellt, die Seite Dream-Thailand auch nur in Thai aber mit erstaunlichen Bildern, gut, man hätte auch nicht viel anderes erwartet. Sitzungen, Tagungen, Galas, Reisebilder wo sich irgendwelche Wichtigmacher mit Einheimischen ablichten lassen etc. Und diesen ganzen Unfug finanziert der Steuerzahler. Unglaublich.

    Und dieser Kommentar in Englisch – einer von wenigen:

    Friedrich Naumann Foundation Southeast and East Asia
    Dream of an organisation that motivate Liberal movement, create political competence and promote more democracy value into society, all these for Freedom to us all

    …mit einem Bild wo einer Ihrer Mitarbeiter ein gelbes T-Shirt trägt mit der Aufschrift:

    I AM FREE

    An Zumutung ist das Ganze nicht zu Übertreffen. Aber meiner Meinung nach leider typisch für deutsche Liberale, die anscheinend nun persönliche Lobbyarbeit betreiben. Ich wünsche der FDP ein 0,0…% für die nächsten Wahlen und damit hoffentlich Streichung dieser verschwendeten Gelder einer – für den Steuerzahler – unnötigen Stiftung.

    (Anmerkung: Text wurde aus presserechtlichen Gründen leicht ediert, Redaktion phakinee.com)

  26. Walter Roth says:

    Die FDP ist seit Jahren sehr negativ aufgefallen, unter anderem deren Mitglied, der Politiker Jürgen Koppelin, der als Asienspezilist der FDP gilt. Er ist ein „Freund“ von Ex PM Abhisit Vejjajiva, dem Mann der als Hauptverantwortlicher für das Massaker auf der Ratchaprasong gilt.

    Er pflegt, auch im Namen der Naumann Stiftung, den Kontakt zu den Liberalen in Asien und dort eben mit Thailand.

    Ich persönlich finde übrigens, das es eine FDP in Deutschland unbedingt braucht, nur leider wissen die nicht mehr für was sie einst standen und heute noch stehen sollten.

    Juergen Koppelin redete denn auch bei verschiedenen Gelegenheiten das Regime Abhisit schön, relativierte deren diktatorische Tendenzen und hatte viel Verständnis für dieses Regime.

    Es war ja nicht gewählt, sondern über die Auflösung der Vorgängerregierung, als Interimsregierung ins Amt gekommen. Es war auch eine Interimsregierung wie jene Yinglucks, ….eine die allerdings keine Anstalten machte sich durch Wahlen legitimieren zu lassen.

    Nun ja, sie hatten wie seit Jahrzehnten keine Chance an der Urne, das wissen wir ja alle und was das Resultat war als die Red-Shirts Neuwahlen verlangten, wissen wir auch…… – über 90 Tote.

    Das alles wusste Koppelin und zog doch keine Konsequenzen daraus, eben so wie es die Naumann Stiftung bis jetzt nicht tut.

    Sie setzen auf den „kritischen“ Dialog der eine Verbesserung in Thailand erreichen, ja der die Demokratie fördern soll. Nun ja, ich persönlich denke, diese Stiftung wird von Personen getragen die ihre eigene Organisation am laufen halten wollen, denn sie leben vermutlich von ihr.
    So wird der Zweck zum Selbstzweck…

    Moral aber sähe anders aus, und ich denke Friedrich Naumann würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sähe, wie Rückgratlos diese Leute sind und wie diese seinen Namen mißbrauchen.

    Und nochmals. Es gab und gibt von der Naumann Stiftung Texte, die sich mit Problemen befassen und die gut sind.

    Aber wenn Freiheitlich und Liberal auf der Fahne stehen, dann muss man sich von Regimen distanzieren, gerade damit diesen Regimen klar wird, was Demokratie und Freiheit bedeuten. Man darf nicht der Versuchung erliegen, und sich in einer Macht sonnen die man Demokratisch nie erlangen könnte, wie das ein Abhisit tat.

  27. Walter Roth says:

    Warum gibt es in Deutschland eine Naumann-Stiftung, die solchen Unsinn, siehe oben, verzapft? Eben weil es auch solche Bürger in Deutschland gibt.

    Dummköpfe sterben nie aus und die mit ihnen geistesverwandten Antidemokraten auch nicht.

    Hier ein dazu leider passender Kommentar aus einem Thailand-Forum von heute: Ein Herr „TiT“ schreibt dort:

    „Vielleicht keine schlechte Idee – erst mal mit einer eingesetzten Übergangsregierung das Militär ein wenig aus der Schußlinie nehmen und Wahlen dann, wenn das erledigt ist, was 2006 leider versäumt worden war, nämlich die politische und wirtschaftliche Basis des Schinawat/Damapong-Clans nachhaltig zumindest so weit zu zerschlagen, daß dieser politisch nie wieder eine Rolle spielen kann. Vorher würde doch jede Wahl wieder nur unter dem Vorzeichen stehen, irgendwie einem bestimmten Herrn wieder zum Geld und der Macht zu verhelfen, womit das ganze Theater wieder von vorne losginge.“

    Quelle: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=16188.msg1132387#msg1132387

    Ob diesem Herrn jemals aufgefallen ist, wie antidemokratisch und inhuman das ist, was er da vertritt? Genau diese Art von Denke ist es, die Thailand im Sumpf ständiger Putsche und Korruption festhält.

    Herr TiT, in der Demokratie spielt derjenige eine Rolle, der die Menschen davon überzeugen kann, daß er etwas für sie tun wird, wenn sie ihn wählen. Denn das Volk entscheidet, wer es politisch Vertreten soll. Und das gilt auch für Thaksin!

    Das „Zerschlagen“ von dessen Möglichkeiten und Firmen ist die Art, wie sie Diktatoren anwenden. Eine Zeitlang hieß so etwas mal „Arisierung“.

    Womit wir wieder bei der Friedrich-Naumann-Stiftung wären, deren „Mutterpartei“ ja nicht aus heiterem Himmel in ihrer Geschichte mehrmals das Ziel von Altnazis und Nationalliberalen war, die sie unterwandern wollten, näheres im Internet zum Beispiel unter „Werner Naumann“.

  28. Pithak says:

    Ich bin mit einer Thai verheiratet und war die letzten 5 Wochen in Thailand. Ein Großteil der Landbevölkerung ist sogar froh darüber, dass die Armee endlich die Regierung übernommen hat. Man hofft, dass sich die politische Situation stabilisieren wird und dass unter der Armee die Korruption, die schon beim kleinsten Polizeibeamten vorhanden ist, eingedämmt wird. Weiterhin hofft man, dass der Verdienst der Tagelöhner -momentan 250 – 300 Baht pro Tag = 6 – 7 Euro – angehoben werden kann. Übrigens – Wanderarbeiter aus Kambodscha erhalten einen Tageslohn von 150 – 200 Baht!

    Die Preise allgemein sind ein den letzten Wochen, auch vor der Regierungsübernahme der Armee bereits sehr stark gestiegen – als Beispiel – 1 Huhn – bisher 100 Baht – jetzt ca. 180 Baht.

    Wir zahlen unseren Mitarbeitern fairerweise täglich 500 Baht, bieten ein kostenloses gutes warmes Mittagessen und gekühlte Getränke. Dies ist aber in der grösseren Umgebung die absolute Ausnahme und wird natürlich auch an uns kritisiert.

    Zu Thaksin –
    Er hat für die „arme“ Landbevölkerung mehr getan als alle anderen Regierungen vorher.
    Thaksin ist auch der erste Regierungschef, der begann Schulden zurückzuzahlen.

    Dies sollten einige der sogenannten „Thailandkenner“ einfach einmal recherchieren!

  29. whw says:

    Es ist die Frage, WER hier ahnungslos ist. Der von HM Henkel selbst ins Feld geführte Volker Grabowsky, Professor für Geschichte Südostasiens, zieht ein anderes Resümee. Er entkräftet eindrucksvoll folgende auch hier immer wieder vertretenen Ansichten wie:
    1. Es handele sich um einen Konflikt zwischen der „um ihre Privilegien besorgten hauptstädtischen Elite und der meist urbanen Mittelschicht auf der einen und der armen Landbevölkerung des Nordens und Nordostens auf der anderen Seite..“.
    2. Die Anhänger der UDD verfügen über einen sehr ähnlichen sozialen Hintergrund wie diejenigen der „Gelben“ bzw. Suthep-Gruppe
    3. Das „Recht-Links-Schema“ passt nicht. Ehemalige Kommunisten und Antikommunisten befänden sich auf beiden Seiten in gleichem Maße.
    Nach Einschätzung von Grabowsky – und ich teile diese – handelt es sich eher um regionale Konflikte, deren Wurzeln historisch belegbar sind. Kann man ja nachlesen.
    Wichtig aber ist der folgende quasi als Resümee dienende Aufruf, dass nicht nur Mehrheiten akzeptiert werden müssten, sondern – und darauf liegt der Schwerpunkt – dass Mehrheiten nicht das Recht besitzen, eine Tyrannei über die Minderheit auszuüben. So fast wörtlich bei Grabowsky.
    Und Walter Roth hat Demokratie überhaupt noch nicht verstanden. Selbstverständlich ist Abhisit nach parlamentarischen Regeln demokratisch gewählt worden. In diesem Zusammenhang erinnere ich an das Misstrauensvotum gegen die Regierung Helmut Schmidt. Entgegen dem Wählerwillen wurde dann Kohl zum Kanzler gewählt.
    Ich habe den Eindruck, dass sich diejenigen, die hier am lautesten über die Ahnungslosigkeit der anderen klagen, selbst zu dieser Gruppe gehören. Sorry, aber ein bisschen mehr Objektivität sollte auch bei selbstredend subjektiven Einschätzungen zumindest erlaubt sein.

    • hmh. says:

      Ich weiß nicht, wen und was Sie gelesen haben, aber offenbar weder „HM Henkel“ noch Volker Grabowsky, da beide hier gar nicht vorkommen.

      Selbst wenn man wohlwollend annimmt, daß Sie vielleicht die an anderer Stelle stehende Rezension von Bevölkerung und Staat in Lan Na kommentieren wollten, ist ihre Argumentation nicht nachvollziehbar. Sie ist auch nicht substantiiert: Mein Standpunkt zur politischen Situation unterscheidet sich allenfalls in unwesentlichen Akzentuierungen von derjenigen von Prof. Grabowsky.

      Man kann seinen Aufsätzen und Büchern die Ursachen des Konfliktes zwischen der um ihre Privilegien besorgten Elite samt ihren nützlichen Helfern sowie dem Rest des Landes sehr gut entnehmen. Dennoch stellen Sie diese in Abrede und wollen sie auf einen regionalen Konflikt reduzieren. Ich kenne zudem auch keine Stelle, wo Grabowsky für Thailand einem weltanschaulichen Konflikt das Wort redet.

      Ich halte Ihre Argumentation schon alleine aus diesem Grund – auf die anderen einzugehen erspare ich mir aus Zeitgründen –, für genauso unredlich wie diejenige bestimmter Thais, die sich seit Jahrzehnten demokratie- und konsensunfähig an die Töpfe ihrer Privilegien klammern. Und lieber das ganze Land an die Wand fahren und über die Leichen ihrer Mitbürger gehen, als darüber nachzudenken, wie man zur Abwechslung mal durch ein überzeugendes Programm auf demokratischem Wege politische Mitstreiter und Sympathie – und damit vielleicht sogar Wahlen – gewinnen könnte.

  30. Walter Roth says:

    Die Argumentation kenne ich doch noch.

    Es ist der immerwährende Unsinn der Pseudo-Demokratieversteher, die insgeheim doch in Thailand mit der Diktatur liebäugeln und deswegen auch nie über das grösste aller Staatsverbrechen das es gibt, nachdenken: den Putsch.

    Die Regierung Abhisit konnte anfänglich noch als irgendwie regulär betrachtet werden, allerdings auch nur, wenn man die eklatante Voreingenommenheit der Thai-Gerichte bei der Amtsenthebung von Samak Sundaravej ausblendet. Tut man das nicht, so gibt es keine andere Anschauungsweise der Regierung Abhisit, denn als Interimsregierung.

    Eine Interimsregierung aber, die darf nur eine begrenzte Zeit im Amt bleiben, und diese begrenzte Amtszeit beträgt in einer Demokratie maximal 6-10 Monate. Abhisit betrachtete sich aber als nach den Regeln der Demokratie ins Amt gekommen und wollte selbst um den Preis von hunderten Toten eine volle Amtszeit ableisten. Das machte aus seiner Interimsregierung ein Regime, den wenn eine solche Regierung länger regieren will, muss sie sich dem Volk stellen und sich bei einem Wahlgang legitimieren lassen.

    Nun, wir wissen alle, dass die sogenannten „Democrats“ in Thailand keine Wahlen gewinnen können, weshalb sie es vorzogen, zu einem Regime zu werden, welches sich der Forderung des Volkes nach demokratischer Legitimation entzog, zum Preis von über 90 ermordeten Bürgern auf den Straßen Bangkoks.

    Tja Professor H… Deine demokratischen Grund-Begrifflichkeiten sind etwas rudimentär ausgebildet, Zeit sie mal nachzulesen.

    Walter Roth

  31. Pingback: Stimmen zum "ahnungslosen Geschwätz" eines NGO-Vertreters vor dem Putsch in Thailand - ThailandTIP

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